Ausflug nach Colmar, Kaysersberg und Riquewiehr

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Klasse Wetter. Gut gelaunte Leute. Freie Strecke. Ein Busfahrer mit großem geschichtlichem Wissen, der uns viel über Colmar erzählte. Dreieinhalb Stunden hatten wir Zeit. Die einen erkundeten die idyllische Stadt zu Fuß, die anderen mit dem Touristenbähnchen,  vorbei an „Klein Venedig“, mit den Brücken, den blumengeschmückten Terrassenlokalen am Wasser, den Fachwerkhäusern mit ihren Giebeln und Erkern. Romantische Aus- und Einblicke an allen Ecken und Enden. Auffallend auch das wirklich geschmackvolle Angebot in den Schaufenstern.

Wir schlenderten durch, ließen uns grüppchenweise nieder, wo wir Platz fanden, teilweise bei gehobenen Preisen, wie nicht anders zu erwarten in einer solch touristisch begehrten Stadt. „Ich finde Kaysersberg viel schöner“, meinte unser Busfahrer. „Lasst Euch einfach überraschen“. Tatsächlich. Uns gefiel es auch sehr gut. Am Albert-Schweitzer-Haus stiegen wir aus, hatten reichlich Zeit, das Museum zu besuchen, die Hauptstraße entlang zu schlendern, auch in die Seitengässchen abzubiegen, die mich wirklich begeisterten, den Blumenschmuck zu bewundern, einen Kaffee zu trinken, sich von dem verführerisch präsentierten Kuchenangebot verlocken zu lassen und das leckere Eis zu probieren. „Ich hab immer gedacht, Colmar wäre sehr schön, aber das war jetzt wirklich eine Steigerung,“ fand ein Mitglied, die Colmar schon oft besucht hatte. Inzwischen war Wolken aufgezogen, kaum waren wir alle zurück im Bus, klatschte der Regen los.

„Könnt Ihr noch?“ fragte der Busfahrer. Klar, Riquewiehr, das ebenfalls zu den schönsten Städten im Elsass gehört, wollten wir jetzt alle auch noch sehen. Auch hier viele schöne Ein- und Ausblicke, romantische Winkel, liebevoll gepflegter üppiger Blumenschmuck, hübsch aufgemachte Kneipen, verlockende Flammkuchendüfte. Um halbsieben trafen wir uns wieder am Bus, noch eine Zigarette, stellten fest, dass an dieser Tour auch viele Männer interessiert waren, die wir dann auch gleich mit einem „Beweisfoto“ festhielten. Zeit wars zur Rückfahrt.

Mal wieder ein schöner Tag, viel drin, viel gesehen und Ideen mitgenommen für weitere Ausflüge, mit denen der kreative Busfahrer mich fütterte, und so verabschiedeten wir uns schon gleich mit der Aussicht auf ein Wiedersehen am 19. September, wo er uns das Nördliche Elsass zeigen will.