Bad Wimpfen und Greifvogelshow Bad Guttenburg

31 Freizeittreffler versammelten sich erwartungsvoll im Hotel in Bad Wimpfen. Kaiserwetter empfing uns und wir marschierten los. Ein wirklich malerisches Städtchen, stellten wir fest, mit romantischen Ecken und Winkeln und Ausblicken. Eine Führerin wartete am Rathaus auf uns, erzählte uns einiges aus der Geschichte, die von Kelten, Römern und Staufern zeugt, zeigte uns die historischen Gebäude wie den Blauen Turm und das Hohenstaufentor und die schöne, unter Denkmalschutz stehende Altstadt mit vielen Fachwerkhäusern fränkischen und alemannischen Stils. Natürlich wurden auch wieder viele tolle Fotos gemacht (nur für die Mitglieder in der internen Datenbank zu sehen).
„Wo willst du hin?“ "Was hast du vor?" Beim Mittagessen studierten alle eifrig die Pläne für das Festwochenende, genannt „flussgelaunt von Ort zu Ort“, bei dem an fünf Schiffsanlegestellen gefeiert und verschiedene Vergnügungen angeboten wurden, vom Salzbergwerk bis zum Bungeetrampolin, vom Hubschrauberrundflug bis zum Musikfestzelt, vom Modellbooten und bis zum Floßrennen.
Die Gruppen teilten sich. Die einen schlenderten in die hübschen Läden in Bad Wimpfen, die anderen wanderten um die Stadtmauer herum, bis die Füße Blasen warfen, fuhren mit dem Schiff von einem Städtchen ins andere und erkundeten die einzelnen Vergnügungen, die sich dann als doch sehr übersichtlich erwiesen und gut an einem Nachmittag zu bewältigen waren.
Zwischendurch traf man sich immer wieder, mal auf dem Schiff, mal im Hotel, mal beim Essen. Abends trudelten alle wieder ein zur nächtlichen Schifffahrt, mehrere Schiffe sammelten sich zum Korso und dann gings los. An fünf Orten wurde nacheinander ein tolles Feuerwerk gezündet, eines schöner als das andere und vom Schiff aus wunderbar zu betrachten. Ein wirklich schönes Erlebnis. Hat einfach Atmosphäre. Die Zeit verging wie im Flug und alle waren begeistert, als wir um Mitternacht zurückkamen.
Jetzt schon ins Hotel? Auf keinen Fall. Mit gewissem Entsetzen hatte ich am frühen Abend festgestellt, dass die Uferparty, bei der wir doch eigentlich bis zum frühen Morgen abtanzen wollten, auch um Mitternacht enden würde. Was tun mit der Gruppe? Die nette Dame vom Touristenbüro, die ich danach fragte, war etwas ratlos: „Frau Wehn, Sie sind doch mit einer Fifty-Gruppe unterwegs. Das sind doch lauter ältere Leute. Wollen die denn dann nicht ins Bett?“
Die „älteren Leute“ lachten sich kaputt ob dieser Aussage. Das Nachtleben war dann doch noch gerettet – die einen fanden unterwegs einen Griechen, wo sie sich noch lange und lebhaft verweilten, während die anderen noch einen Absackercocktail in der prallvollen Hotelbar tranken.
S o n n t a g
„Was machst du heute morgen?’“ war die meistgestellte Frage am Frühstückstisch am Sonntag Morgen. Die einen grinsten: „Ich gönn mir Entspannung und geh in die Therme.“ Eine Gruppe wollte nach Heilbronn ins Museum, die anderen wollten das Salzbergwerk in Bad Friedrichshall besichtigen.
Das erwies sich auch als wirklich sehenswert. Wie die Heringe quetschten wir uns in den Förderkorb, der uns in einer halben Minute über 180 m tief unter die Erde brachte, und schlenderten einen denkmalgeschützten Rundweg entlang, der 200 Millionen Jahre Erdgeschichte anschaulich macht, ließen uns faszinieren von der Glitzerwelt des Kristallsaals und den monumentalen Reliefs im Kuppelsaal, die dort in Seitennischen ins Salz gehauen sind, bestaunten all die Riesenapparate, die zur Förderung von Salz notwendig sind und waren wahrhaft beeindruckt, welch Aufwand getrieben werden muss, damit das Salz zur Verfügung steht.
Gut eineinhalb Stunden später tauchten wir wieder auf, der Hunger meldete sich, auf gings zur Burg Guttenberg, wo wir uns wieder alle treffen wollten, um gemeinsam die Greifvogelshow zu erleben.
Ein tolles Panorama auf der Burg erwartete uns, ein leckeres Essen, nach und nach trudelten alle ein, bis wir vollzählig versammelt um 15 Uhr unsere reservierten Plätze eingenommen hatten und auf die fliegenden Adler und kreisenden Geier warteten. Toll, die Show. Ein hautnahes Erlebnis, diese Flugvorführungen, bei denen diejenigen, die in der Flugbahn saßen, ganz schön die Köpfe einziehen mussten, wenn majestätisch die Vögel über sie hinwegschwebten.
Bettina Fentzloff schilderte in packenden und interessanten Berichten die Erfahrungen aus 40 Jahre Forschung mit den schwierigen Expeditionen in alle Erdteile und ihre erfolgreichen Bemühungen, „der Natur zurückzugeben, was der Mensch ihr genommen hat.“ Die Vögel werden gezüchtet für die Freiheit, nicht für den Verkauf, hörten wir. Ist schon wirklich unglaublich, was Menschen bewegen können, wenn sie sich mit ihrer Kraft, ihrer Phantasie und ihrem Idealismus für ihre Sache einsetzen.
Anschließend noch ein Rundgang durch die Ausstellung der mittelalterlichen Burg, die mit ihren historischen Wehranlagen eine tolle Kulisse für die Exponate ist.
Inzwischen war es 17 Uhr, Zeit zum Abschied. Die einzelnen Fahrgemeinschaften machten sich auf den Weg - oder blieben noch eine Weile sitzen und machten es sich in der Burgschänke gemütlich, um das Vergnügen noch ein wenig zu verlängern :-)







