43 Leute versammelten sich erwartungsvoll an den Tischen zu lebhaften Gesprächen. Erst mal ein Sekt zur Begrüßung, dann wurden die Vorspeisen aufgetischt. Hanna, der Wirt, präsentierte sie uns voller Stolz und nannte die Namen, die ich mir so schnell nicht merken konnte, wohl aber die Anweisungen dazu. „Hier, das ist mittelscharf, deshalb steckt ein großer Löffel darin. Das hier, das ist sehr scharf, deshalb hab ich einen kleinen Löffel rein getan.“
Wirklich lecker. Hmmm. Mit Begeisterung futterten sich alle durch die Köstlichkeiten. Ein Gitarrist spielte gekonnt schöne Hintergrundmusik, die leider im Geräuschpegel ein wenig unterging. Die angekündigte Bauchtänzerin ließ sich trotz fester Zusage nicht blicken. Doch zum Glück hatte ich eine Collection von Bauchtanztüchern in der Tasche, einige Frauen machten mit. So gaben wir den Zuschauern eben eine kleine Sondervorstellung, wobei sich ungeahnte Talente in unseren Reihen zeigten. „Das möchte ich auch können“, war der Wunsch einiger Mitglieder und die Bitte an mich, doch mal für uns einen Bauchtanzworkshop zu organisieren. (Versprochen, ich kümmere mich drum).
Der Hauptgang wurde aufgelegt – eigentlich waren wir alle schon satt vom üppigen Vorspeisenbüfett, aber es schmeckte halt so gut. Inzwischen war es schon fast elf. Hanna, der Wirt, griff sich eine Trommel, und wir schwenkten die Hüften, ließen die Tücher klimpern und hatten mitsamt den Zuschauern viel Spaß.
Spaß hatten auch die Raucher in ihrem kleinen Paradies in dem wahrhaft gemütlichen, orientalisch eingerichteten Hinterzimmer, in das sich auch die Nichtraucher drängelten. „Ich hab noch nie so viel Nichtraucher in einem Raucherraum gesehen“, lästerte einer.
War ein schöner Abend, so das Fazit. Und natürlich entstanden gleich wieder neue Ideen für das nächste Fest hier, am 1. April, bei dem es eine afrikanische Show mit einer (zuverlässigen) Künstlerin geben wird – vielleicht sogar auch eine Sondereinlage mit Gitarre und Saxophon? Lassen wir uns überraschen….
|