Bogenschießen

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Da wir zu viele waren für eine Gruppe, teilten wir uns. Die einen machten es sich bei Kaffee und leckerem Kuchen auf der schattigen Terrasse gemütlich, während die anderen sich vor den Schießscheiben auf dem sonnigen Platz aufstellten und neugierig der Dinge harrten. „Armschützer anlegen. Seitlich zu den Scheiben stellen. Den Pfeil einlegen. Den Bogen spannen. Das Ziel anvisieren. Schießen. Fertig." Gar nicht so einfach, das alles zu beachten. So mühten wir uns ab, bis die Armschoner richtig saßen, steckten ein Plastikteil als Fingerschutz auf, „das muss bis zum Kinn durchgezogen werden, so dass die Schnur vom Bogen an der Nase entlang führt, das linke Auge schließen, durch den roten Ring zielen, dann passt’s."

Für je 3 Mitglieder stand ein Betreuer zur Verfügung, die uns unermüdlich zeigten, was zu beachten war. Bald stellte sich heraus, dass wir einige Naturtalente in unseren Reihen hatten, die auf Anhieb gute Schüsse lieferten und in früheren Zeiten gut als „Jäger" getaugt hätten, während andere sich freuten, ab und zu überhaupt mal die Scheibe zu treffen und besser als „Sammler" ihr Leben gefristet hätten.

Wenn alle Pfeile abgefeuert waren, gings an Suchen – die Pfeile, die auf dem Rasen gelandet waren, wurden fleißig eingesammelt und weiter gings. Obwohl der Planet wirklich brannte, waren alle mit Feuereifer bei der Sache. „Macht richtig Spaß", strahlte man mir entgegen. „Und weil man so konzentriert ist, merkt man die Hitze gar nicht so."

Nach anderthalb Stunden war Schichtwechsel. Die erste Gruppe sank ermattet auf die Bänke, die zweite stellte sich der Herausforderung. „Hat viel Spaß gemacht, das sollten wir unbedingt wieder aufnehmen," so das Fazit aller.