Chagall in Baden-Baden

Über 20 Leute  fanden sich ein im Hamilton in Baden-Baden. Ein wirklich schöner Platz. Wie im Urlaub. Der goldene Oktober zeigte sich von der besten Seite, die Sonne strahlte vom Himmel und die große Terrasse war fast voll besetzt. Das Frühstücksbufett wirklich lecker.

Die anderthalb Stunden bis zur Führung vergingen wie im Flug. Im Frieder-Burda-Museum warteten schon die anderen auf uns. Während Marlen die vielen Namen sortierte und von der Liste strich, sammelte Karin das Geld von allen ein. So gelang es, einigermaßen rechtzeitig die Führung zu beginnen.

Alle wurden mit Kopfhörern ausgerüstet. Sehr angenehm, denn so konnten alle die Führerin gut hören, die uns durch die verschiedenen Schaffensperioden Chagalls führte und viele Einzelheiten erläuterte, die man als normaler Besucher nicht bemerkt. Fand ich sehr interessant, die Interpretationen zu hören und auf den Bildern zu entdecken, wovon sie sprach. Mutig von Chagall, sich mittels kleiner Boshaftigkeiten in den Bildern an Leuten zu rächen, mit denen er ein Hühnchen zu rupfen hatte. Nach der Führung zerstreuten sich die Grüppchen, die einen schlenderten weiter durch die Ausstellung, die anderen durch den wunderschönen Park. Ein großer Teil fand sich noch mal im Hamilton ein, um Sonne zu tanken, gemütlich zu plaudern, und sich noch ein Stück Urlaubsfeeling zu holen. Ein schöner entspannender Tag, fand ich, ein richtiges Geschenk für die Seele.

Ich gebe zu, ich verstehe nicht viel von Kunst, aber solche Führungen wie diese, oder die bei Matisse in Basel, oder beim Barbarenschatz in Speyer, oder auch die Klosterführung in Maulbronn, oder die Schlossführung in Rastatt finde ich interessant. Schön so was zu sehen. Alleine würde ich ja nie auf den Gedanken kommen oder den Hintern hochkriegen, dahin zu fahren, deshalb freue ich mich, dass es den Freizeittreff gibt und dass ich so was mit euch erkunden kann :-).