Einblick in die Feuerwehrzentrale

Sehr spannend, was unser Mitglied Hans aus dem schwierigen Alltag der ehrenamtlichen Feuerwehrleute erzählte. Die zwei Stunden in der Halle vergingen wie im Flug.

Er zeigte uns die Werkzeuge, mit deren Hilfe Eingeschlossene im Auto befreit werden können, das Rettungsboot, die verschiedenen Löschzüge mit den Gerätschaften, für die viele verschiedene Scheine benötigt werden, damit man sie bedienen kann bzw. darf, und natürlich stiegen wir auch in ein Feuerwehrauto hinein, besser gesagt, hoch.

Ich wurde in die Feuerwehrkluft gesteckt, stieg mühsam in die schwere Jacke und Hose, bekam die unangenehme Gesichtsmaske umgeschnallt, dazu den engen Ohrenschutz, der darüber gezerrt wurde. Klobige Gummistiefel an den Füßen, den schweren Feuerlöscher auf den Rücken, ein Rettungsseil in einer Tasche umgehängt, so versuchte ich in ein Feuerwehrauto zu klettern, was mir nicht gelang.

Ich war heilfroh, als ich wieder aus der Montur draußen war und hab eine wirkliche Hochachtung vor diesen Freiwilligen. Es muss verdammt viel Stress sein, wenn ein Ernstfall vorliegt und es um Leben und Tod geht. Unglaublich, woher die Leute über viele Jahre hinweg die Motivation nehmen, zu jeder Tages- und Nachtzeit einsatzbereit zu sein, ohne dafür Geld zu bekommen, mit all den Nachteilen, die das für das Berufs- und Privatleben mit sich bringt. Kann man wirklich nur hoffen, dass, wenn man in eine Notfallsituation gerät, das an einem Ort geschieht, wo es solche engagierten Leute gibt. In Städten unter 100.000 Einwohnern gibt’s nämlich keine Berufsfeuerwehren, wie wir hörten, sondern die Arbeit wird komplett von Ehrenamtlichen geleistet.

Vielen Dank, Hans, für diesen informativen Einblick. Und alle Achtung vor Eurer Arbeit für die Allgemeinheit - die übrigens, wie wir hörten, das als völlig selbstverständlich nimmt. Kaum jemand kommt auf die Idee, sich hinterher bei den Leuten zu bedanken, die einem selbst oder einem nahe stehenden Menschen das Leben gerettet haben.

War wirklich ein erlebnisreicher Tag mit vielen Denkanstößen. "Solche Besichtigungen sollten wir öfter mal machen", hörte ich von mehreren Leuten. Okay. Ich bleib dran. Versprochen.