Elsasstour -Graufthaler Höhlenwohnungen, Saverne und Schiffshebewerk

Die Graufthaler Felsenhäuser bestaunen, am Fuße der Burg lecker picknicken, durch die malerische Stadt Saverne bummeln, mit dem Schrägaufzug 17 Schleusen in einem Rutsch überwinden, beim leckeren Flammkuchenessen mitten im Wald regenerieren – wieder mal ein schöner Urlaubstag, den wir da genießen konnten.
Pünktlich kletterten 30 Mitglieder in den Bus zu Gunnar, dem großen Elsasskenner. Zügig gings zu den Felsenhäusern von Graufthal, einer besonderen Sehenswürdigkeit, die in Europa ihresgleichen sucht. Tagelöhner und Waldarbeiter benutzten den gigantischen Felsüberhang im 18. Jahrhundert, um mehrere Räume nebeneinander mitten in den roten Sandstein zu bauen und setzten leuchtend blau gestrichene Außenwände davor. Spartanisch eingerichtet das Ganze, teilweise mit Küche, Kamin und Betten, die auf nacktem Felsboden mit nackten Wänden stehen. 37 Menschen lebten dort zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die letzte Bewohnerin starb 1958. Unvorstellbar, so zu leben.
Froh und glücklich über unsere heutigen Wohnverhältnisse kletterten wir wieder in den Bus zur kurzen Fahrt nach Saverne. Zeit zur gemütlichen Kaffeepause und einem Bummel durch die Stadt mit ihren malerischen Fachwerkhäusern, der Kirche, der mitten in der Stadt liegenden Schleuse des Rhein-Marne-Kanals und den vielen Cafes, mit lockenden Patisserieauslagen. Verführerische Gelegenheit, um sich noch mit Essen einzudecken für das anschließende Picknick.
Weiter gings zu einer Burg, die über uns thronte, während wir die Bierbänke aufschlugen, vor der imposanten Sandsteinkulisse unsere Köstlichkeiten auspackten, und Käsespieße, Tomaten, Nudelsalat, Süßigkeiten und Sekt herumgereicht wurden und anschließend die Burg erkletterten und die tolle Aussicht bewunderten.
Satt und müde trafen wir am Schiffshebewerk ein. Viele Leute wollten die Attraktion ebenfalls sehen. Voll beladen senkte sich der Schrägaufzug mit unserem Schiff nach unten, das noch eine Weile den Kanal befuhr, bevor es umdrehte und sich wieder hinaufziehen ließ. Dabei konnten wir gut den riesigen mit Wasser gefüllten Trog beobachten, der die Schiffe aufnimmt und auf einer schiefen Ebene mit Rollen nach oben bzw. unten zieht. Ein System, das durch die Wasserverdrängung fast ohne zusätzlichen Energieaufwand funktioniert und den Schiffen 17 Schleusen und einen Reisetag erspart.
Sightseeing macht hungrig. Gunnar kutschierte uns mitten in den Wald in ein großes Ausflugslokal, wo uns dampfende leckere Flammkuchen serviert wurden und wir uns durch vier Sorten schlemmten. Müde, satt und zufrieden kamen wir abends nach einem schönen, ausgefüllten Tag in Karlsruhe an und freuten uns schon auf die nächsten Events.







