Gehirnjogging Lossburg

„Unglaublich, was man sich mit solchen Methoden merken kann. Hätte ich nie für möglich gehalten“. Darin waren sich alle 26 Teilnehmer einig, die innerhalb weniger Stunden verblüfft feststellten, wozu das Gedächtnis mit ein wenig Training fähig ist. Deutlich wurde uns auch vor Augen geführt, wie wichtig es ist, bereits in jungen Jahren das Gehirn mit immer wieder neuen Impulsen zu füttern, wenn man mit 80 auch noch fit sein will.
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Wir starteten bei herrlichem Sonnenschein am Samstag morgen in Fahrgemeinschaften in Richtung Freudenstadt. Nach dem gemütlichen Mittagessen im Gasthof versammelten wir uns zum ersten Teil unseres Schnupperkurses. An Hand von Folien bekamen wir einen Überblick über die Funktionsweise des Gehirns, schulten die Konzentration durch motorische Übungen, lernten die Unterschiede zwischen der rechten (emotionalen) und der linken (sachlichen) Gehirnhälfte kennen und erfuhren, wie man sie vernetzen kann und wozu man das tun sollte.
Die Theorie wurde mit praktischen Übungen aufgelockert. Viel Spaß hatten wir beim Namen Merken in der großen Runde, bei der sich alle mit ihrem Vornamen vorstellen und eine Bewegung dazu machen mussten. Je weiter die Runde fortschritt, umso kreativer wurden die Bewegungen, die den Einzelnen einfielen und die wir alle nachmachen mussten. Es funktionierte auch tatsächlich. Obwohl wir eine so große Gruppe waren, kannte am Schluss erfreulicherweise fast jeder jeden mit Namen.
Gegen 17 Uhr war der Workshop vorbei. Immer noch strahlte die Sonne. Laufen oder fahren? Die meisten entschieden sich, zu dem ca. 6 Kilometer entfernten Lokal zu laufen. Ein schöner Weg durch Wald und Wiesen. Und ein schönes Lokal, eine umgebaute alte Kirche, mit einer ganz eigenen Atmosphäre. Spät am Abend kam noch die Tochter des Hauses mit ihrer Gitarre. Eine Klasse Stimme, das Mädchen. Allerdings standen kurz danach unsere „Taxis“ vor der Tür und so fuhren wir zurück – die einen gingen müde ins Bett, die anderen feierten noch lange lustig in der Wirtschaft gegenüber weiter.
Am Sonntag morgen um halbzehn gings weiter mit dem zweiten Teil des Workshops. Auch heute demonstrierte unsere Kursleiterin eindrucksvoll, was man mit Gedächtnistrainingsmethoden so alles leisten kann. Zum Beispiel mit den einprägsamen Zahlenbildern, mit denen es gelang, sich zehn zusammenhanglose Begriffe zu merken. Wirklich verblüffend, wie das funktioniert.
Danach hatten viel Spaß beim „Einkaufen“ mit Christa, als die sich gestenreich die Eier auf den Kopf packte, den Käse an die Füße klebte, die Tomaten auf die Augen legte, die Schnitzel auf den Po klatschte, und auch für die beiden Pampelmusen eine geeignete Stelle fand. Über 20 Artikel drapierte sie auf diese Weise um den Körper und erstaunt stellten wir anschließend fest, dass es uns Zuschauern gelang, 15 oder mehr dieser Artikel aus dieser Einkaufsliste aufzuschreiben.







