Kanutour, Klettern und Hüttengaudi im Hilschberghaus

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Samstag, 7. Juni


Eine idyllische Pfälzer Waldhütte. Aus allen Himmelsrichtungen trudelten wir ein. Yan, unser erprobter Klettertrainer, wartete schon auf uns. Ab mit dem Gepäck in ein großes Zimmer und dann gings los zum Schwarzbach. Am Tag zuvor hatte ein großes Unwetter gewütet, der Bach führte viel mehr Wasser als üblich, die Einstiegsstelle war verschlammt und wir mussten eine andere Stelle suchen.

 

Doch zuvor wollten die Autos an den Zielort gebracht werden, eine logistische Herausforderung. Wir standen solange in unseren Schwimmwesten auf der Straße neben den Kanus und vertrieben uns die Zeit mit "Laurentia-Gesang". Ich hoffe, niemand kannte uns :-) Wer fährt mit wem? Die Kanus waren verteilt. Ab ins Wasser, das eigentlich ganz friedlich aussah. "Das ändert sich", wurden wir belehrt. "Der Wasserhochstand bringt eine schnelle Strömung mit sich. Auf der Strecke hängen viele Äste ins Wasser, und weil das Wasser so hoch ist, sind wir nahe an den Büschen. Also Kopf runter. Ducken. Wenn*s ganz eng wird, dann auf den Boden im Boot setzen." Tatsächlich. Teilweise kamen wir uns vor, als wären wir im Urwald. Mitten durch die Büsche bahnten wir uns unseren Weg. Oft im Zickzack. Und nicht allen gelang es, im Boot zu bleiben. Sie landeten im kalten Wasser, ertrugen tapfer den Reinfall, erkletterten störrische Uferböschungen, hangelten sich mühevoll wieder ins Boot, sobald wir anderen das vollgelaufene Kanu umgedreht hatten. Gar nicht so einfach...

Zwischendurch wurden wir mit idyllischen Streckenabschnitten belohnt, auf denen das Kanu alleine trieb und wir die schöne Landschaft genießen konnten. "Für die ganze Strecke wäre das aber langweilig", stellten die meisten fest und viel Spaß und Geschnatter begleitete den Tag. Um 19 Uhr gabs leckeres Essen in der Hütte. Die Nassen waren wieder trocken, hatten das Gebüsch und Kleingetier aus den Haaren und sonstwo geklaubt, den Schreck verdaut und ließen sich das Essen schmecken.

Anschließend ließen wir uns in einem kleinen Nebenzimmer nieder, räumten die Tische zur Seite, legten Klasse Musik auf, die lustige Party begann und bald war die Tanzfläche voll. Die Müdigkeit war weg, die gute Laune da, die Tische voll mit den mitgebrachten Getränken und verlockenden Süßigkeiten. Mitternacht war längst vorbei, als die Letzten in ihre Vierbettzimmer verschwanden.
 
Sonntag, 8. Juni


Nach dem Frühstück machte sich die Hälfte der Gruppe machte auf zum Klettern ins Dahner Felsenland. Die andere Hälfte ging wandern. Die Sonne lachte, der Weg war schön, der Boden weich gefedert mit vielen kleinen Tannenzweigen, die das Unwetter von den Bäumen gerissen hatte. "So weich bin ich noch nie gelaufen", grinste einer. Jetzt nach Hause? Ein Kaffee wäre doch noch schön. So fuhren wir noch zu einem idyllischen Paddelweier, wo gleich die Idee zu einem garantiert kippsicheren Event geboren wurde - nämlich ein Wettrennen mit dem Tretboot. Wirds nächstes Jahr geben, versprochen :-) Auch unsere Kletterer hatten mit Yan wieder einen tollen Tag und wollten mehr. Klar, auch neue Kletterabenteuer wirds geben. In einer Höhle in Deutschland, aber auch bei einem Mehrtagsausflug in den Vogesen.