Kanutour in St. Englmar - ein Wochenende

Auf in den Bayrischen Wald. Schon in den kleinen Bussen ging’s lebhaft zu. Mit Gelächter, Sekt, und guter Laune im Gepäck wie üblich fuhren wir in den Bayrischen Wald, marschierten im Dunkeln zu einer urgemütlichen zünftigen Kneipe zum großen Stammtisch, delektierten uns an leckerem Essen in fröhlicher Runde, feierten in der Bar im Hotel weiter, und tobten uns danach in der schönen verspiegelten Hoteldisco aus, wo der gut sortierte DJ auflegte, was gewünscht wurde.

Am Samstag morgen vor der Kanufahrt besorgte Blicke zum Himmel. Das Wetter war nicht wirklich freundlich. Wir fahren, wurde beim Frühstück entschieden. Also zogen wir uns warm an, packten Wechselklamotten ins Auto und fuhren los zum Bootsverleihplatz.

Mitmachen oder nicht? Das war hier die Frage. Wusste ja niemand, ob man kentern würde und bei den Temperaturen wäre das nicht so angenehm gewesen. So zogen es ein paar Leute vor, die Gegend um den Zeltplatz zu erkunden und einen gemütlichen Kaffee zu trinken, die anderen ließen sich an Hand einer großen Tafel die Strecke mit all den Stromschnellen erklären, wechselten bedenkliche Blicke, bekamen einen Grundkurs im Paddelhalten und Booteinsteigen und wagten sich tapfer in Zweier- und einem Dreierkanu aufs Wasser, die erste Stromschnelle in Sichtweite, die wir alle trocken überstanden.

Beim anschließenden Rudern wurde uns bald warm, manchmal auch beim Anblick der weiteren Stromschnellen und Strudel und Felsen vor uns. Aber alle Teams fanden ihren Rhythmus, alle Kanus kamen unbeschadet durch, und die anfangs teilweise eher verkrampften Gesichter lockerten sich auf und strahlten um die Wette, während wir durch die idyllische Landschaft ruderten und nach 10 Kilometern stolz unser Ziel erreichten.

Die Busse brachten die Kanus und uns zum Ausgangspunkt zurück, wo schon die Steaks und Bratwürste auf dem Grill brutzelten. Dann lockte die schöne Wellnessanlage im Hotel, wo wir genügend Zeit hatten zum Schwimmen, oder fürs Dampfbad oder um sich faul auf den bequemen Liegen auszustrecken und den Miniurlaub zu genießen.

Frisch gestylt fanden wir uns  zum gemeinsamen Abendessen in der gemütlichen Kneipe neben dem Hotel ein, wo wir schon erwartet wurden und ein Duo die Instrumente auspackte für den 'bunten Abend', dem ich eher skeptisch entgegen gesehen hatte in der Befürchtung, den ganzen Abend lang mit Volksmusik und Schuhplattler 'erfreut' zu werden. Doch die beiden waren wirklich gut und hatten ein riesiges Repertoire. Sogar bei der Schunkelrunde, die normalerweise nicht wirklich die Musik ist, auf die wir stehen, machten alle mit großem Spaß mit, streckten die Hände zum Himmel und schwitzten und rockten anschließend mit Begeisterung von Tom Jones bis Joe Cocker und Robbie Williams, stärkten sich mit Ramazotti und flambiertem Blutwurz, lachten und alberten und hatten eine Menge Spaß bis früh am Morgen.

Am Sonntag nach dem Frühstück kletterten wir wieder in die Busse Richtung Kelheim, um mit dem Schiff den Donaudurchbruch zu befahren, ließen uns vom Wind zerzausen, von ein paar vorwitzigen Sonnenstrahlen erfreuen, bewunderten die schöne Gegend, genossen das Schifffahrtsfeeling und gingen am Kloster Weldenburg an Land, wo wir uns inmitten einer riesigen Menschenmenge wiederfanden. Noch ein gemeinsames Mittagessen im kleinen Nebenraum, den wir fast für uns hatten, dann gings ab nach Hause.

Das allgemeine Fazit auch diesmal wieder: Ein schönes, erlebnisreiches, kommunikatives Wochenende in einer tollen Gruppe. Macht Lust auf mehr.