Kernkraftwerk Philippsburg

Es begann mit einer gut verständlichen Einführung und einen Film über Kernenergie im Info-Center. Danach ging's in zwei Gruppen durch die Anlage. Vor dem Betreten eine Sicherheitskontrolle wie auf dem Flughafen, und unsere Ausweise mussten wir vorzeigen. Helm auf und los ging's.

Beeindruckend: Die beiden 153m hohen Kühltürme, die ja weithin sichtbar sind. Hier wird das zu Kühlzwecken entnommene Rheinwasser - sagenhafte 100 Kubikmeter pro Sekunde - wieder heruntergekühlt und in den Rhein zurückgeleitet. Danach ging es in das Maschinenhaus des Blocks 2. Der im Reaktor erzeugte Dampf treibt hier die riesigen Turbinen an, und der damit gekoppelte Generator erzeugt daraus dann eine Leistung von mehr als 1400 MW. Beide Phillipsburger Blöcke erzeugen zusammen knapp 1/4 des Stromverbrauchs in Baden-Württemberg, und alles, was das Gelände verlässt, sind 3 Doppel-Hochspannungsleitungen mit 380 kV.

Nach der Besichtigung ging es zurück ins Info-Center, wo wir bei Getränken und belegten Brötchen einiges über das Thema Radioaktivität und Sicherheit von Kernkraftwerken erzählt bekamen und noch Gelegenheit hatten, unsere Fragen loszuwerden. Insgesamt war es ein interessanter Besuch! "Es gibt so viele Sachen, womit man täglich umgeht", sagte ein Teilnehmer, "und kaum jemand weiß, wie sie eigentlich hergestellt werden. Strom kommt eben nicht einfach aus der Steckdose."