Klangschalen im Bergwerk Nothweiler

Erst mal ein gemütlicher Kaffee an der großen Tafel. Dann hieß es: Auf ins Bergwerk. Gelbe Helme auf, graue Arbeiterjacken. Wirklich kleidsam, wie die Fotos zeigen :-). Wir zwängten uns durch einen engen niedrigen Gang, versammelten in einer Höhle, während die Führerin uns beim Kerzenschein ein Märchen vorlas und viele Fakten über den Bergbau und die Lebensweise erzählte, atmeten die reine kühle Luft, bestaunten die farbenprächtigen Sandsteinschattierungen und die Moose und Farne, die da mitten im dunklen Berg wachsen. Unglaublich.

Nach einer kurzen Aufwärmphase draußen folgten wir der Klangschalentherapeutin, die bereits alles vorbereitet hatte, in den dunklen Berg. Eigentlich waren wir zu viele Neugierige, aber wir quetschten uns doch alle in die enge Höhle, Stühle standen für uns bereit, auf einem weißen Läufer warteten viele Klangschalen in verschiedenen Größen, deren Klang und Wirkung wir im Verlauf der nächsten anderthalb Stunden am eigenen Leib und am Nachbarn ausprobierten.

Anfang noch sehr steif und zögerlich, doch bald war das Eis gebrochen. Fast alle wollten barfuß  in der  großen Klangschale stehen und die Wirkung ausprobieren. Die war ganz unterschiedlich. Während es bei den einen nur ein wenig an den Füßen kribbelte, spürten andere die Schwingungen bis zu den Hüften oder am ganzen Körper. Die Zeit ging rasend schnell vorbei, und wäre es nicht ziemlich kalt geworden, wären die meisten gerne noch eine Stunde länger geblieben. Eine interessante Erfahrung, waren sich alle einig und die Frage kam auf, ob wir eine solche Klangresonanzstunde nicht mal irgendwo im Liegen durchführen wollen.