Märchentheater im Schloss Neuenbürg und Bergwerk

Auf verschiedenen Wegen schwärmten die Freizeittreffler herbei und pünktlich standen 39 Leute erwartungsvoll vor dem Schloss. Wir teilten uns in ein paar Gruppen, weil immer nur 15 Leute das Märchen anschauen konnten, das "kalte Herz". Fand ich schon beeindruckend, wie es umgesetzt wurde, wie die Besucher durch und in den Räumen geleitet wurde, wie die Aufmerksamkeit an die verschiedenen Stellen geleitet wurde, die Lichter dort angingen und der Sprecher uns durch das Märchen geleitete. War nett.

Weiter gings dann zur versprochenen kurzen Wanderung, die ganz schön steil war und befriedigt stellte ich fest, dass meine Kondition durchaus mithalten kann. Endlich das Bergwerk in Sicht, mitsamt einer Schenke.

Erst mal was zu trinken, die Köstlichkeiten aus dem Rucksack geholt, eine halbe Stunde relaxt. Dann mussten wir Helme aussuchen, bekamen einen gelben Umhang in die Hand gedrückt, nicht sehr kleidsam, aber durchaus praktisch.

Dann ab ins Bergwerk, wir lernten, dass man hier nicht geht, sondern fährt, quetschten uns durch die schmalen Gänge, erkletterten steile Treppen, bückten uns durch niedrige Gänge, schauderten beim Anblick der tiefen Felsspalten und lauschten andächtig den Ausführungen des Bergmanns, der uns führte. Unvorstellbar für mich der Gedanke, hier zu arbeiten, in dieser nassen dunklen kalten Umgebung 12 Stunden am Tag zu verbringen, ebenso wie der Gedanke, dass hier bereits 12Jährige hart arbeiten mussten, dass sie nur eine Körpergröße von ca. 135 cm erreichten, weil ihnen das nötige Sonnenlicht zum Wachsen fehlte, dass ihre Lebenserwartung 35 Jahre betrug, während der Rest der Bevölkerung 45 bis 55 wurde. Mein lieber Mann, was geht’s uns heute gut.

Gut gings uns dann vor allem im Schlossrestaurant, nachdem der steile Anstieg wieder geschafft war und wir uns das Essen wirklich verdient hatten. Theo hatte für uns einen wirklich schönen Raum reserviert, so dass wir einfach nur Platz nehmen und uns bedienen lassen konnten. Lebhaftes Geschnatter und Gelächter erfüllte den Raum, bis die leckeren Pannos und kleingeschnittenen Schnitzel serviert waren. Ein schöner Abschluss nach einem schönen erlebnisreichen Tag, den Theo für uns organisiert hatte.