Rittermahl auf der Burg Landeck
War wirklich ein toller Abend, der nicht nur uns supergut gefallen hat, sondern auch den Rittern. Die waren nämlich begeistert von unserer fröhlichen lockeren Gruppe, die bei den Spielen mitmachte und eine Menge Spaß dabei hatte, die gestellten Aufgaben zu lösen, wie die vielen Fotos zeigen, die dabei geschossen wurden (nur im Mitgliederbereich zu sehen).
Das Ganze begann mit einer Begrüßung durch die Ritter am Burgtor, mit einem kurzem Ausflug in die Burggeschichte im Burghof, einem Glas Sekt, und dem Versuch, mit einem Kanonenkugelwurf aus drei Metern Entfernung ein rohes Ei zu zerschmettern. Im verglasten Restaurant mit Rundumblick über das ganze Land standen die gedeckten Tische für uns 50 Leute bereit, wer wollte, durfte sich mit einem kleidsamen Ritterumhang schmücken, und bevor das Essen kam, wurden wir in die Regularien eingewiesen: Nur Messer, keine Servietten, die fettigen Finger sind beim rechten Nachbarn abzuwischen, etwaige Verdauungsgeräusche mit lautem Singen zu übertönen. Getränke wurden kredenzt, so viel man wollte, leckere Flammkuchen, saftige Schweinshaxen, würzige Sparerips, knusprige Geflügelkeulen, Knoblauchsoße, feines Gemüse – hmmm, mit den Fingern ließ es sich besser bewältigen als mit dem spitzen Messer.
Nebenbei und zwischendurch galt es, Liebesgedichte zu schreiben und einer rosenumkränzten Schönen aus unseren Reihen zu huldigen, die es sichtlich genoss, dass nacheinander drei Männer vor ihr auf den Knien lagen und leidenschaftlich Gedichte rezitierten. Andere mussten Menschenpyramiden aufbauen, auf einem wippenden Brett mit einem Helm geschmückt fechten, und mit Schwertern kämpfen, oder einen Wettkampf im Kannenheben austragen. Nach dem Essen ging's weiter im Burghof, wo inzwischen ein wärmendes Feuer loderte und sich Zweiermannschaften im Axtwerfen übten, angefeuert von lautem Beifall. Anschließend rannte eine siebenköpfige Frauengruppe los mit einer langen Lanze zum Luftballonstechen. Gar nicht so einfach, das Ganze zu koordinieren, denn gemeinerweise durften sie die Lanze nicht in der Hand tragen, sondern mussten sie zwischen die Beine klemmen. Für die Männer erwies es sich als noch schwieriger, denn sie mussten die Übung rückwärts erledigen, waren aber trotzdem schneller als die Frauen.
Viel Spaß hatten wir auch beim Schlagen mit dem Sack, wo immer zwei sich auf einem Brett halten mussten, während sie versuchten, den Gegner oder die Gegnerin von demselben zu fegen. Auch der Wind fegte über den Burghof und es war schön, sich anschließend drinnen beim heißen Kaffee wieder aufzuwärmen. Die Ritter hatten noch mehr Spiele auf Lager, vom Fesselspiel bis zur Männerversteigerung und dem ungewöhnlichen Staffellauf, bei dem der Stab nicht in der Hand gehalten werden durfte, sondern zwischen die Beine geklemmt werden musste. Sah ja wirklich doof aus :-) Mit lebhaftem Gelächter und viel Applaus endete der lebhafte Abend.







