Rockkonzert Hellerhütte Totenkopf
Hält das Wetter oder nicht? Das war die Frage, die uns den ganzen Tag bewegte. Bei strahlendem Sonnenschein zogen wir los, vorsichtshalber bewaffnet mit Regenjacken. Diesmal war der Weg ganz leicht zu finden. So ziemlich zur gleichen Zeit trudelten aus allen Himmelsrichtungen über 40 Freizeittreffler ein und marschierten los, über Stock und Stein, mitten durch den Wald zur Hütte, wo schon alle Plätze besetzt waren. Aber in einer Ecke stapelten sich noch einige Bierbänke und Tische, die in Nullkommanix aufgestellt waren.
So hatten wir einen gemütlichen Platz hinten am Waldesrand, wo man sich unterhalten konnte, auch als die erste Band dann spielte, während ein Teil, die schon früher gekommen waren, entgegengesetzt saßen und sich dort wohl auch gut amüsierten. Ich hab jedenfalls mit eigenen Augen gesehen, wie sie auf dem Tisch getanzt haben, ja, es gibt Bilder davon :-).
Die Atmosphäre auf der Hellerhütte ist ja einfach genial mit den Bäumen drumherum, und dem Weg durch den Wald. Kein Nachbar, der verlangt, dass die Musik runtergedreht wird. Ein paar von uns waren natürlich wieder ganz vorne in der ersten Reihe, der Sänger der ersten Band kletterte über die Balustrade, kam zu uns und zeigte uns Tanzschritte, klar, dass wir mitmachten. Leider fing's langsam an zu tröpfeln und zu tropfen. Klatschnass tanzten wir vorne weiter, während die anderen sich hinten unter den Bäumen schützten. Zum Glück hörte der Regensegen bald wieder auf. Die beiden Bands heizten munter ein. Während die erste Band, Dean, gut gespielte Ohrwürmer brachte, mit viel Drive, die in die Beine gingen, war die Renee-Walker-Band beim ersten Lied etwas gewöhnungsbedürftig - jedenfalls für mich, spielte dann aber Klasse Lieder, musikalisch wirklich ausgefeilt, eine Powerfrau mit einer gewaltigen Stimme am Mikro. Gewöhnungsbedürftig war für mich auch der Gang zum Männerklo, da es bei den Frauen ja mal wieder knallvoll war, ging ich mit drei Düsseldorferinnen mit und wäre am liebsten mit hochrotem Kopf geflohen. Doch ja, es war äußerst amüsant, die Unterhaltung der Düsseldorferinnen mit den herein-strömenden Männern *g*.
Zurück durch den Wald. Wir zogen los, im Schein unserer Taschenlampen, geheimnisvolle Schatten huschten über den Weg, Wurzeln schienen lebendig zu werden und es knackte im Gehölz, als wir uns durch die Pfade schlugen und - von den Männern sicher geleitet - doch tatsächlich am richtigen Parkplatz wieder rauskamen :-). Ich mit meinem Sprudel hatte da ja kein Problem, aber ich könnte mir vorstellen, mit ein paar Schoppen war das sicher eine schwierige Aufgabe, die da bewältigt werden musste. Hätt ich zu gern gesehen, was die einzelnen Gruppen dabei so erlebten :-).







