Seifenblasenoper vom Chawweruschtheater in der Villa Wieser

Wahrhaft beeindruckend, wie das Chawwerusch-Ensemble mit viel Witz und ideenreichen Requisiten wahre Begebenheiten aus der Politik hier veranschaulicht.
Einfach toll, die Wandlungsfähigkeit der vier Schauspieler/innen und die Glaubhaftigkeit, mit der sie ihre Mehrfachrollen verkörpern.
Wirklich Klasse, wie es gelungen ist, komplexe Vorgänge in der kurzen Zeit in all den vielen kleinen Szenen einerseits logisch und verständlich, und gleichzeitig spannend und kurzweilig darzustellen. Mit diesem Stück hat Chawwerusch mal wieder Maßstäbe gesetzt. Ich bin schon gespannt, was ihnen als nächstes einfällt. Da werden wir sicher wieder kommen.
 
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Die Aufführung handelt von dem arbeitslosen Bodo, der von der Großraumdisco auf dem Land träumt, endlich mal in seinem Leben was wirklich Großes schaffen will und mit seiner Begeisterung die Oma (auch so ne tolle Requisite) und seine Freundin Natascha mitreißt. Die örtliche Presse schnappt die Idee auf, wittert die Story des Lebens, nimmt den erfundenen Investor für bare Münze, die Politiker nutzen die vermeintliche Chance, sich profilieren zu können, ohne hinzuschauen, was dahinter steckt, bis die Seifenblase platzt. Alle Beteiligten lügen und betrügen, täuschen und blenden. Deutlich wird gezeigt, wie bei der Gier nach Geld und Ansehen Werte wie Ehrlichkeit, Anstand und Bedenken über Bord geworfen werden.