Städtetrip nach Berlin

Hier erst mal eine Mitgliederstimme: Berlin war so klasse !!!!!!! 18 Stunden am Tag unterwegs. Also die Zeit haben wir wirklich gut ausgenutzt. Vielen Dank, was Du und Jörg für uns ermöglicht habt. Angefangen von der Untergrundführung, über die spezielle Reichstagsführung bishin zum Potsdamtag und der Kreuzbergführung. So intensiv habe ich Berlin noch nie erlebt und ich war jetzt schon das 3. Mal dort !!!
Ich fand's auch schön, mal wieder mit den Karlsruhern unterwegs gewesen zu sein. War eine ganz tolle Truppe!
Also nochmal vielen lieben Dank für die tolle Zeit
Gaaaaaanz herzliche Grüße von Andrea
Und jetzt der Bericht
Donnerstag, 10. April: Anreise und Untergrundführung
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Per Auto, Flugzeug, ICE – aus allen Himmelsrichtungen strömten 45 Freizeitclubmitglieder zusammen, um gemeinsam einen tollen Vier-Tages-Trip in Berlin zu erleben.
Um 16.00 Uhr waren alle im Hotel versammelt, wo wir von Joerg, dem Leiter des Berliner Fifty-Clubs, abgeholt wurden, um Berlin „von unten“ zu betrachten. Draußen regnete es in Strömen, während wir zwei Stunden lang - mit Taschenlampen und teilweise auch mit Gummistiefeln ausgerüstet - den Spuren der Geisterbahnhöfe und vergessenen Tunnels folgten, einen kleinen Einblick in die fürchterlichen Szenen bekamen, die sich während der Bombenangriffe in den überfüllten Bunkern abgespielt hatten, vom mangelnden Sauerstoff hörten, angezeigt von verlöschenden Kerzen, dem Signal für Mütter, die wussten, dass ihre Kinder da unten keine Luft mehr bekamen und sie nun entscheiden mussten, welche sie hochhalten wollten.
Wir bekamen im Museum aber auch einen kleinen Einblick in den ungeheuren Organisations- und Logistikaufwand im Untergrund, der nötig ist, damit oben die Bahnen fahren und die riesige Menschenmenge Tag für Tag befördert wird. Sehr interessant, so das Fazit, Berlin mal von dieser Seite zu betrachten.
Inzwischen hatte es auch aufgehört zu regnen, wie praktisch. Einige zogen noch in die Innenstadt, die meisten saßen beim leckeren Abendessen im Hotel, noch ein Absackerbier in der Cocktailbar oder in der Kneipe nebenan, dann waren wir reif fürs Bett.
Freitag, 11. April: - Potsdam
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Klasse Hotel. Super Frühstück. Gute Lage an der U-Bahn. Und das zu diesem Superpreis!
Angenehm satt und erwartungsvoll versammelten sich bei strahlendem Sonnenschein - obwohl die Wettervorsage nichts Gutes verheißen hatte - die 45 Leute vorm Hotel, wo Joerg auf uns wartete. Was für eine riesige Menschenmenge, die da loszog nach Potsdam.
Gegen 11.00 Uhr kamen wir an, teilten uns in zwei Gruppen, eine geführt von Joerg, eine geführt von seiner Kollegin Margret, marschierten los, bekamen viele geschichtliche Informationen zu hören, schlenderten durch die schöne belebte Fußgängerzone und stellten dabei des öfteren fest, dass es lange dauert, bis sich 45 Leute in Bewegung setzen.
Platz gabs in den verlockenden Straßencafes genug, wir verteilten uns grüppchenweise und stärkten uns beim leckeren Mittagessen zu zivilen Preisen.
Am Brandenburger Tor trafen wir uns wieder, machten uns auf in den herrlichen Park, saßen in der Friedenskirche, wo gerade eine Probe für ein klassisches Konzert lief, standen staunend und schwitzend vor dem tollen Schloss Sanssouci, wunderten uns über die Windmühle daneben, warfen während der Kaffeepause im Restaurant, in dem nicht alle was zu trinken bekamen, besorgte Blicke zum Himmel, wo sich die Wolken drohend auftürmten, wurden nass und warteten am Römischen Bad, bis der Wolkenbruch sich verzog und ratterten in der knallvollen S-Bahn der Kultkneipe Prenzlauer Berg entgegen.
Hier trafen sich beide Gruppen wieder. Die einen labten sich am Wok oder der Currywurst, die anderen landeten beim Mexikaner. Viele gingen anschließend noch an die Billardtische, die Joerg für uns reserviert hatte und ließen sich einweisen in die Kunst des Einlochens, während die anderen draußen an den Biertischen saßen, die Atmosphäre genossen oder um die Häuser zogen und das Kultviertel Prenzlauer Berg erkundeten. Unglaublich, was da los war. Horden von Jugendlichen auf der Straße und in den U-Bahnen, die gegen Mitternacht erst aufbrachen, als wir dann langsam nach Hause strebten.
Samstag, 12. April: - Reichstag und Kabarett
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Grüppchenweise zogen wir los, die einen zur Stadtrundfahrt mit dem Bus, die anderen relaxten auf der Spree, schlemmten sich durchs KaDeWe, zogen über den Kudamm oder gingen in ein Museum. Pünktlich um 13.15 Uhr fand sich die erste Gruppe vor dem Reichstag an und wurde im Nebeneingang eingelassen, während vor dem Haupteingang eine riesige Schlange wartete.
Die zwei Stunden im Reichstag vergingen wie im Flug. Alle waren beeindruckt von den Räumen, dem Gemälde „der Tod der Demokratie“, dem Andachtsraum, in dem Symbole aus allen Religionen mit viel Feingefühl vereinigt wurden, dem Plenarsaal mit seinen flexiblen, sich den Wahlergebnissen anpassenden Möbeln, und den lebendigen Erklärungen unseres Führers. „Unser Gebäude ist das zweitbesuchteste in Deutschland“, verkündete er stolz. „Die meisten Besucher hat bisher der Kölner Dom. Aber den knacken wir auch noch“.
„So interessant hätte ich mir das nicht vorgestellt“, so das einstimmige Fazit unserer Gruppe. Natürlich hatten wir auch Zeit für einen ausgiebigen Rundgang durch die Kuppel (genannt die „Denkbeule“, wie der Führer erklärte) mit dem phantastischen Rundumblick über Berlin.
Zeit für einen kleinen Spaziergang an der Spree entlang zur Oranienburger Straße, wo wir beim Inder Tische bestellt hatten und so nach und nach alle eintrafen, die abends zum Kabarett mitwollten. Das Essen war sehr lecker und die Unterhaltung lebhaft. Praktischerweise lag der Theatersaal nur ein paar Meter weiter entfernt in einem schönen romantischen Hinterhof. Joerg hatte die ersten vier Reihen für uns reserviert, erwartungsvoll ließen wir uns nieder zur „68er Spätlese“, und hatten eine Menge Spaß bei den Erinnerungen, die da im Probenkeller lebendig wurden und bei denen es viel zu lachen gab.
Viel gelacht wurde auch anschließend, als wir uns draußen im romantischen Hinterhof an den beleuchteten Tischen auf Hockern zusammenquetschten. Wie immer brach man grüppchenweise auf, je nach Lust und Laune und Müdigkeit.
Sonntag, 13. Juli: - Kreuzbergführung
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Frühstücken. Auschecken. Koffer in den package-room. Auf gings zur letzten Führung, einem Spaziergang durch Kreuzberg. Natürlich auch wieder in 2 Teilen, weil noch etliche Berliner mit dabei waren und wir inzwischen über 60 Leute waren.
Im hellen Sonnenschein lag Kreuzberg friedlich da, dazwischen allerdings auch eine Wohnwagensiedlung, die wenig einladend wirkte. Noch ein Abstecher in die Kirche. „Ich bin der alte Kantor dieser Kirche. Soll ich Ihnen ein wenig darüber erzählen?“ Na klar. Fast 90 Jahre war der alte Herr, der uns da kleine Anekdoten rund um die Kirche servierte.
So langsam wars dann auch Zeit, zurückzukehren zum Hotel und die Koffer zu holen. Mit dem Taxi gings zum Hauptbahnhof. Noch eine Currywurst, dann rollte auch schon langsam der ICE ein. Müde und zufrieden ließen wir uns in die Polster sinken und wurden während der Fahrt reichlich mit Freigetränken versorgt, weil bei uns die Klimaanlage ausgefallen war.







