Gegen 20 Uhr kamen wir an. Noch war nichts los. Extra für unsere große Gruppe hatte man einige Bistrostehtische aufgebaut, so dass wir das Geschehen locker beobachten konnten. Musik lief bereits – nicht gerade fetzig zu nennen. Aber die Besitzerin hatte mir fest versprochen, dass der DJ auch schnelle Musik zum Alleine Tanzen auflegen würde.
Doch erst mal erschien pünktlich um 20.30 Uhr die Band mit Discofox. Die Tanzfläche war schnell voll mit Paaren, die den Discofox mehr oder weniger gekonnt zelebrierten, wobei machen einen doch recht eigenwilligen Tanzstil entwickelten, erheiternd für die Zuschauer.
Die erste Tanzrunde war vorbei, wir erwarteten, dass der DJ nun endlich was Fetziges auflegen würde, doch das dauerte noch. „Haben Sie doch Geduld“, meinte die Bedienung. „Das wird schon noch. Später.“ Währenddesssen füllte sich das Lokal, viele Frauen waren da, weniger Männer. Und die, die gut tanzen konnten, schienen fest in weiblicher Hand. Im Laufe des Abends wurde die Musik fetziger, die Stimmung fröhlicher, einige Fremde wagten sich an unsere große Gruppe und forderten zum Tanzen auf. War nett, doch nicht zu vergleichen mit den schönen Ü40 Partys im Badisch Brauhaus, bei denen man so schön abrocken kann. „War nett, sich das mal anzugucken“, so die Meinung. „Hat sich auch im Laufe des Abends viel netter entwickelt, als ich das am Anfang gedacht habe,“ brachte es einer von uns auf den Punkt. „Aber meine Lieblingskneipe wird das nicht.“ |