Vogtsbauernhöfe, Park mit allen Sinnen und Hornberger Schießen

Was für ein herrliches Wetter. Gegen 11 Uhr trafen sich 29 Freizeitclub-Mitglieder auf der Schlossterrasse in Hornberg mit dem tollen Panoramablick
Gemeinsam gings zu den Vogtsbauernhöfen. Erst mal stärken beim Mittagessen und dann amüsierten wir uns köstlich bei einer zweistündigen Führung rund um Kräuter, Schnaps und Brot, staunten über den durchdachten Aufbau der Jahrhunderte alten Schwarzwaldhäuser mit ihren strengen Gepflogenheiten und Hierarchie, waren in der Küche und der Bühne, suchten das ‚Probierstüble’, wissen nun endlich, wie man Fettnäpfchen vermeiden und etwas auf die hohe Kante legen kann und was Eigenbrötler sind. Unsere sympathische Führerin machte das wirklich nett und die Bäuerin, die uns Schmalzbrot und Schnaps servierte, erwies sich als köstliches schauspielerisches Talent. „Das macht sie nicht mit jeder Gruppe“, staunte unsere Führerin. „Nur dann, wenn ihr die Leute wirklich sympathisch sind.“ Erst hatte ich ja befürchtet, dass eine zweistündige Führung viel zu lang wäre. Im Gegenteil, die Zeit erwies sich als viel zu kurz. Versprochen. Wir kommen wieder.
Nach einer Kaffeepause – ja, die leckere Schwarzwälder Kirschtorte musste doch unbedingt probiert werden – gings weiter zum Park mit allen Sinnen, wo wir in 3er-Gruppen eine Rallye starteten, versuchten, Fragen zu lösen, über spitze Steine balancierten, im Schlamm wateten, Baumstämme zählten, in Meditationshöhlen verweilten, und die frische Luft, die schöne Aussicht, das Gelächter und die durchbluteten Füße genossen.
Zurück auf das Schloss. Ob wir abends einen Nebenraum zum Feiern und Tanzen für uns haben könnten, hatte ich im Vorfeld gefragt und dabei mit einem kleinen bescheidenen Raum gerechnet. Nun fanden wir uns im schön gedeckten riesigen Spiegelsaal wieder, wo wir fürstlich speisen wollten. Ein prächtiges Ambiente, das wir auch lange bewundern konnten, da es dauerte, bis das Essen kam.
„Wir wollen Freestyle lernen“, wünschten sich einige Neue. Die Soundmaschine wurde angeworfen, Musik erklang und das Parkett im Spiegelsaal wunderte sich ob des neumodischen Tanzes, den wir mit Begeisterung pflegten und den die Neuen auch bald lernten. Draußen in der Bar ging’s ebenfalls lustig zu, der Barkeeper war aber auch wirklich sympathisch und seine Cocktails hatten es in sich. Auch die Raucher hatten einen wunderschönen Platz in der lauen Sommernacht auf der Hotelterrasse.
S o n n t a g
Am Sonntag morgen nach dem (Sekt)Frühstück fuhren wir nach Triberg zu den höchsten Wasserfällen Deutschlands. Die Interessen teilten sich, die einen erklommen den höchsten Punkt, die anderen schlenderten durch den Wald und bewunderten die idyllische Landschaft, die anderen suchten sich gleich eine hübsche Kneipe. Und obwohl wir nicht verabredet waren, fand sich hier dann doch so nach und nach die ganze Clique wieder ein, genoss die strahlende Sonne, die gute Stimmung und die kühlen Getränke.
Die Zeit verging wie im Fluge, so langsam machten sich alle Fahrgemeinschaften wieder auf, um die Freilichtbühne in Hornberg zu suchen und uns auf der Tribüne niederzulassen. Zwei Stunden lustiger Geschichtsunterricht erwartete uns, in denen das Bier in Strömen floss und wir erfuhren, wie es dazu kam, dass das Pulver vorzeitig verschossen und der Herzog von Württemberg mit einer kreativen Lösung begrüßt werden musste. Ein schöner Abschluss für ein weiteres erlebnisreiches Wochenende mit viel Spaß, wie die Bilder zeigen (nur im Mitgliederbereich zugänglich).







