Kust- und Weinführung in Landau

"Diese Kombination aus Kunst und Wein war wirklich toll", hörte ich von vielen Seiten. Und unser guide meinte: "Sie erleben heute keine Führung, sondern einen schönen Urlaubstag". Stimmt. Strahlender Sonnenschein begleitete uns auf dem Weg. Landau präsentierte sich, seine Jugendstilbauten und seine Kunstwerke von seiner schönsten Seite, umrahmt von blühenden Mandelbäumen.

Hinter dem französischen Tor begann die Führung. Erst mal mit einem leckeren Secco für alle. Unser Gästeführer erklärte ausführlich das Grabmal von General Monclar, ließ auf dem Obertorplatz "das Haus" vor unserem geistigen Auge erstehen, bis wir uns umdrehten, das Denkmal bestaunen konnten und versuchten, das, was wir gehört hatten, mit dem, was wir sahen, in Einklang zu bringen.

In der Marktstraße begegneten wir dem Geschäftshaus Weitlauf, entdeckten über dem Eingang der Stiftskirche Szenen aus dem Leben Mariens - und die zweite "Versorgungsstation" mit Wein. Ein leckerer Riesling.

Wir erfuhren, warum es die vielen Marienstatuen gibt, schlenderten vorbei am Reiterstandbild auf dem Rathausplatz, kamen zum Alten Kaufhaus mit den Glockenmännern und dem Bananengraffiti, ließen uns den Brunnen erklären am Alten Kaufhaus, saßen in der Katherinenkapelle mit den Bildern an den Wänden, und landeten bei der prallen Landavia.

Hier war die dritte Weinstation aufgebaut. Wir genossen die Sonne, den schönen Urlaubstag, den leckeren Wein.

Weiter gings zum Deutschen Tor mit dem Löwen. Die vierte Weinstation empfing uns. Leckerer Rotwein. Einige schwächelten, andere strahlten: "Wir sind mit dem Zug da. Wir können gern noch was trinken."

Drei Stunden waren wir nun schon unterwegs - der Stadtspaziergang neigte sich dem Ende zu. Den Schlusspunkt setzte der Augustiner Kreuzgang. "Unglaublich, schon oft vorbeigelaufen, ich wusste nicht, wie schön das hier ist, das erinnert sehr an das Kloster Maulbronn", stellten die Clubmitglieder fest, die aus Landau kommen oder dort öfter mal einkaufen.

Ja, sehr schön. Und in dieser schönen Kulisse wurde der fünfte Wein bzw. Secco ausgeschenkt. Ein reichgedeckter Tisch wartete auf uns: Feigen, mit Schinken umwickelt, Bärlauchquark, Chiliquark, Brot, Käse, Oliven. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nichts zu essen. Aber alles sah so verlockend aus und schmeckte verführerisch.

Ein wirklich schöner Abschluss dieser außergewöhnlichen Stadtführung. Die Gästeführer strahlten, die Mitglieder auch. Dieser Sonnentag war wirklich ein Geschenk...
Ja, wirklich schön. Erinnert an das Kloster Maulbronn.

 

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